Bild-Zeitungsartikel„Wenn Computer und Handy zur Sucht werden…“ – dieser Problematik widmete sich am vergangenen Mittwoch das Sonderpädagogische Beratungszentrum von Regens-Wagner.

Mit eindrücklichen Fakten und einem Einblick in ihre persönliche Situation schilderten Christoph und Christine Hirte die Gefahren und Risiken der neuen Medien.

Sehr betroffen berichteten die Referenten wie ihr eigener Sohn durch das Spiel „World of Warcraft“ abhängig wurde. Acht Jahre brauchte er, um sich davon zu befreien. Seine Eltern haben es sich seitdem zur Aufgabe gemacht, auf dieses Problem aufmerksam zu machen und unter anderem eine Selbsthilfegruppe gegründet.

Mit aktuellen Studien und Ergebnissen der Hirnforschung belegten sie, welche fatalen Folgen ein übermäßiger Konsum und eine zu frühe Nutzung digitaler Medien haben kann. So bleibe die Empathiefähigkeit ganz häufig auf der Strecke und es fehlen wichtige sinnliche Erfahrungen. Die Forschung bestätigt, dass bestimmte Areale im Gehirn, die für soziales Empfinden zuständig sind, nicht ausgeprägt werden. Für die Betroffenen bekommt das Leben in der virtuellen Welt einen höheren Stellenwert als das reale Leben.

Den Referenten war es ein besonderes Anliegen, Eltern aufmerksam zu machen, ihre Kinder vor den Gefahren des Medienkonsums zu schützen. Der Vortrag war gut besucht und löste bei den Zuhörern Betroffenheit aus. Für Viele war er ein Anstoß, den eigenen Medienkonsum zu hinterfragen.

Mehrmals pro Schuljahr bieten wir Fachvorträge in Zusammenarbeit mit externen Referenten an. Die Vorträge richten sich an pädagogisches Personal, Eltern und Interessierte.