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Jugendsozialarbeit an der 
Theresia-Haselmayr-Schule Dillingen

Privates Sonderpädagogisches Förderzentrum Dillingen

Georg Schmid Ring 35
89407 Dillingen a. d. Donau
Telefon

09071 79 01 69 Frau Fischer

09071 790119 Herr Behringer

 

Seit Mitte März hat die Jugendsozialarbeit für den Mittelschulbereich ein neues Gesicht. Thomas Behringer, Sozialpädagoge der St. Gregor Kinder-, Jugend- und Familienhilfe, betreut nun alle Schüler/innen und Familien der 5. - 9. Klasse. Die Sprechzeiten von Herrn Behringer sind dienstags, donnerstags und freitags. Wie bereits in den letzten beiden Schuljahren, wird der Grundschulbereich (Klasse 1 - 4) von Frau Fischer unterstützt, die montags, mittwochs und freitags für Sie da ist.

 

 

Beratung für Schüler

jugendsozialarbeit

Für alle Schülerinnen und Schüler besteht die Möglichkeit die Sprechzeit der Jugendsozialarbeit zu nutzen. Eine große Anzahl von Schülerinnen und Schülern kamen von sich aus in die Sprechstunde. Neben diesen gab es auch einige Schüler bei denen der Erstkontakt über eine Lehrkraft erfolgte. Besonders in den Pausen wurde die Möglichkeit der Beratung intensiv genutzt. Zu den Beratungsschwerpunkten gehörten die folgenden Themen:

Konflikte mit Mitschülern

Konfliktsituationen in der Familie

Oft waren Kurzberatungen der Ausgangspunkt für eine längerfristige Einzelfallhilfe. Insgesamt knapp ein Drittel der gesamten Schülerinnen und Schüler der Schule waren im Schuljahr 04/05 im Büro des Sozialarbeiters bei einem Beratungsgespräch. In den letzten Wochen des vergangenen Schuljahres wurde mit allen neunten Klassen ein gemeinsames Informationsgespräch geführt. Ziel dieses Angebot war es, allen Schülern welche die Schule verlassen über das Spektrum der Hilfs- und Beratungsmöglichkeiten in unserem Landkreis zu informieren. (z.B. psychologische Beratungsstelle, Schwangerenberatungsstelle, Jugendamt, etc.)

Beratung für Lehrer

Im Zuge einer Befragung der Lehrkräfte wurde klar, dass sich das Kollegium eine feste Sprechzeit des Jugendsozialarbeiters in der Pause wünscht. Diese feste Anwesenheitszeit wurde auf Freitag jeweils in der Pause festgelegt. Wie bereits im vergangenen Jahr wurde vom Beratungsangebot der Jugendsozialarbeit reger Gebrauch gemacht. Auf Wunsch der Lehrkräfte war der Jugendsozialarbeiter bei einigen Elterngesprächen anwesend bzw. stellte den Erstkontakt mit den Eltern her oder arrangierte Helferkonferenzen.

Beratung für Eltern

Der Erstkontakt zum Jugendsozialarbeiter erfolgt meist telefonisch bzw. über die Lehrkraft. Vor allem bei Problemen mit Mitschülern und Erziehungsproblemen wurde der Kontakt zum Jugendsozialarbeiter gesucht. 
Aus verschiedenen Gründen (z.B. berufliche Eingebundenheit, Vorbehalte gegenüber der Schule) ist es für einige Eltern schlecht möglich die Sprechstunden des Jugendsozialarbeiters zu besuchen. Aus diesem Grund besteht die Möglichkeit, dass der Sozialarbeiter auch zu den Familien nach Hause kommt. Oft kann auf diesem Weg kann ein Kontakt zwischen Schule und Eltern wieder hergestellt werden.

Krisenintervention

Eine Krisenintervention ist immer dann notwendig, wenn zum Wohle oder zum Schutz der Kinder schnell geeignete Maßnahmen getroffen werden müssen. Zunächst wird in solchen Fällen geprüft, ob Eltern, die Schulleitung und/oder speziell dafür zuständige Stellen oder Behörden einzuschalten sind. Hier geht es in erster Linie darum schnelle Lösungen zu entwickeln die den Kindern in der jeweiligen Situation genügend Sicherheit und Schutz verschaffen um in Ruhe weitere Schritte planen zu können.

Einzelfallhilfe

In einigen Fällen war es notwendig, dass sich die Jugendsozialarbeit mit den Problemlagen bestimmter Jugendlicher intensiver beschäftigte, d.h. in Form regelmäßiger Gespräche mit dem Schüler oder durch Besuche bei den Eltern. Auch Kontakte zu weiteren Einrichtungen der Jugendhilfe, z.B. dem Jugendamt sind Teil einer solchen Einzelfallhilfe. Die Kontaktaufnahme zum Jugendsozialarbeiter erfolgt auf unterschiedlichsten Wegen. Ein Großteil der Erstkontakte wird von den Lehrkräften initiiert, die Probleme mit dem Verhalten oder den Leistungen einzelner Schüler sehen. Es gibt aber auch einige Schüler die aus Eigeninitiative den Kontakt zum Jugendsozialarbeiter suchen.

Aufgrund der hohen Nachfrage und des damit verbundenen Fallaufkommens bildet die Einzelfallhilfe deutlich den Schwerpunkt  der Arbeit an der Theresia-Haselmayr Schule.

Während in den vergangenen Jahren die berufliche Zukunft der Förderschüler eng an das Angebot berufsbegleitender Maßnahmen geknüpft war, sehen sich die Schulabgänger heute einem immer härteren Wettbewerb auf dem Arbeitsmarkt gegenüber. Deutlich wurde, dass es eine zunehmende Zahl an Schülerinnen und Schülern gibt,  bei denen sich eine gewisse Hoffnungslosigkeit angesichts dieser Zukunft bemerkbar macht. 
Viele haben Kontakte zu Jugendlichen, die bereits die Schule verlassen haben und kennen deshalb ganz gut was auf sie zukommen wird. Die Angst vor der unbestimmten Zukunft und der drohende Verlust des Schutzraumes Schule enden oft in Selbst- oder Fremdaggression, Depression und Verzweiflung. Die Jugendsozialarbeit hat hier vor allem die Aufgabe diesen Jugendlichen Rückzugsräume zur Verfügung zu stellen, Möglichkeiten zur Ruhe zu kommen, sich auszusprechen und immer wieder neue Energien zu aktivieren welche die Situation erträglicher machen können. Wenn deutlich wird, dass die Probleme nicht mehr ohne weiterreichende Hilfsangebote bearbeitet werden können, kann der Jugendsozialarbeiter den Kontakt zu anderen, spezifischeren Hilfestellen herstellen. (z.B. Therapeuten, Jugendamt usw.)
Aufgrund der allgemeinen schwierigen finanziellen Situation wird es jedoch zusehends problematischer solche Hilfsangebote (auch bei dringenden Fällen) zu vermitteln. Hier scheint es aus Sicht der Jugendsozialarbeit notwendig gezielt und sachlich die Situation zu analysieren und weitere, noch versteckte Ressourcen ausfindig zu machen um sie für die Schule einzusetzen.

Gemeinwesenarbeit

Die Jugendsozialarbeit an der Theresia-Haselmayr-Schule kooperiert mit verschiedensten Trägern der Jugendhilfe. So bestehen gute Kontakte zum Jugendcafé in Dillingen und Höchstädt sowie zur kommunalen Jugendpflege und dem Kreisjugendring Dillingen. 
Bezüglich der sich verschärfenden Situation auf dem Arbeitsmarkt gewinnen die Gremienarbeit und die Gemeinwesenarbeit zunehmend an Bedeutung. Neben der Einzelfallhilfe für betroffene Jugendliche muss es auch ein Anliegen der Jugendsozialarbeit sein dieses wichtige Thema in die jugendpolitischen Gremien bzw. ins Gemeinwesen zu transportieren um das gesammelte Wissen bei der Entwicklung und Durchführung von Maßnahmen nutzbar zu machen.

Der Fachbeirat

Die Fachbeiratssitzungen finden halbjährlich an der Theresia-Haselmayr-Schule statt. Die Jugendsozialarbeit berichtet im Laufe dieser Sitzungen über die aktuellen Arbeitsbereiche und machte Vorschläge welche Projekte und Aktionen in Zukunft angegangen werden könnten. Gemeinsam mit allen Vertretern der Schule werden die nächsten möglichen Schritte der Jugendsozialarbeit und die Arbeitsverteilung für das nächste halbe Jahr sachlich diskutiert und festgelegt.

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Gefördert durch das Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen.

Mehr Informationenhttp://www.stmas.bayern.de/jugend/sozialarbeit/jas.htm