Lernort Sonderpädagogisches Förderzentrum

 

Theresia-Haselmayr-Schule als Lernort für Kinder mit speziellen Bedürfnissen

 

Für Kinder mit speziellen Bedürfnissen (sonderpädagogischer Förderbedarf) kann die Theresia-Haselmayr-Schule der geeignetere Lernort sein. Diesen Kindern reicht möglicherweise die Förderung an der allgemeinen Schule nicht aus. Eine Entwicklungsverzögerung, sprachliche Schwierigkeiten oder Probleme beim Lernen und/oder im Verhalten lassen dann einen Schulstart in einer sogenannten Diagnose- und Förderklasse oder auch ein späterer Wechsel ans Förderzentrum als sinnvolle Alternative erscheinen.

 

Förderbedarf wird oft schon vor der Schule deutlich

 

In der Regel kennen viele Eltern den Förderbedarf ihrer Kinder. Die Kinder sprechen schlecht oder kaum, basteln oder spielen ungern, interessieren sich kaum für Zahlen oder Buchstaben, tun sich beim Malen schwer oder zeigen große Schwierigkeiten beim Balancieren oder beim Treppensteigen.

ths-schulhaus_1Dann kann schon vor Schulbeginn die Schulvorbereitende Einrichtung (SVE) ein guter Förderort sein.

Unter fachkundiger Leitung werden Kinder ab drei Jahren in kleinen Gruppen intensiv und gezielt gefördert, um nach Möglichkeit im Anschluss an die SVE die Grundschule vor Ort zu besuchen.

Später stellt sich für die Eltern die Frage der Einschulung und der richtigen Schulform. Manche Kinder besuchen schon vor der Schulzeit einen anderen besonderen Ort der Förderung (Frühförderung, Heilpädagogische Tagesstätte) und erhalten von dort die Empfehlung zum Besuch der Theresia-Haselmayr-Schule. Wieder andere fallen während der Schulaufnahme auf und die Eltern werden darüber informiert, dass es das Förderzentrum als alternativen Ort des Lernens gibt.

 

In den recht kleinen Klassen (10 – 14 Kinder im Eingangsbereich) des Sonderpädagogischen Förderzentrums können die Fachkräfte gezielt mit den besonderen Bedürfnissen umgehen und eine bestmögliche Lernsituation für das Kind schaffen. Verschiedene Entwicklungsbereiche (Wahrnehmung, Sprache, Denken, Emotionalität, Konzentrationsfähigkeit, Sozialverhalten, …) stehen -  je nach den speziellen Bedürfnissen des Kindes – im Mittelpunkt der Förderung und des Lernens.

 

Dabei werden die Kinder in den ersten Schuljahren auf Grundlage des Lehrplans der allgemeinen Schule unterrichtet, erhalten aber für die Inhalte der ersten beiden Klassen der Grundschule, drei Jahre Zeit. Die Kinder haben so mehr Zeit zum Lernen der Inhalte, oder brauchen besonders zu Beginn die Zeit um grundlegende Fähigkeiten des Lernens zu lernen.

 

Der Weg in die allgemeine Schule steht den Kindern dabei jederzeit offen. Die letzte Entscheidung und damit auch die Verantwortung verbleibt bei den Eltern. Für Kinder mit großen Problemen beim Lernen kann der Verbleib an der Theresia-Haselmayr-Schule auch langfristig die bessere Schullaufbahn sein.

Anforderungen sowie Lerndruck sind nicht so hoch und die oftmals damit verbundenen psychischen Belastungen entstehen kaum. Die Kinder können schulischen Erfolg und Freude am Lernen erleben. Schülerinnen und Schüler der Theresia-Haselmayr-Schule können nach der Schulzeit, genau wie andere Jugendliche, den Weg in eine Lehrstelle finden oder schaffen über besondere Förderangebote (in enger Kooperation mit der Agentur für Arbeit) den Einstieg ins Berufsleben.

 

Auch – oder gerade besonders -  in der Zeit der pädagogischen Diskussionen um ein inklusives Schulsystem erscheint es wichtig, auf das Sonderpädagogische Förderzentrum als alternativen Lernort des gesamten Landkreises hinzuweisen. Vorrangiges Ziel der Theresia-Haselmayr-Schule ist es, gemeinsam mit den Kindern oder Jugendlichen, deren speziellen Bedürfnissen und den Erziehungsberechtigten den bestmöglichen Weg durch die Schulzeit, gepaart mit der bestmöglichen Förderung zu finden. Dabei unterstützt das Förderzentrum mit den Mobilen Sonderpädagogischen Diensten und den Mobilen Sonderpädagogischen Hilfen die allgemeine Schule bzw. die Kindertagestätten in ihrer Förderarbeit bei Kinder mit sonderpädagogischen Förderbedarf.

Die Theresia-Haselmayr-Schule ist eine private, staatlich anerkannte Schule unter der Trägerschaft von Regens Wagner. Sie versteht sich ausdrücklich als Angebot für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf, welches die Kinder und Jugendlichen annehmen können, aber nicht müssen.